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Submarining vs. Ghosting: Was ist der Unterschied?

Das Interessante daran: Die Experten, die ich befragt habe, waren sich alle einig, dass U-Boot-Fahren mehr als nur ein zufälliger Akt der Impulsivität ist. Es wurzelt in tieferen psychologischen Mustern. „Wenn jemand so etwas wie „U-Boot“ oder „Geist“ macht, hat das normalerweise mit der Neigung zu einem eher vermeidenden Bindungsstil zu tun“, erklärt Logan. Laienhaft ausgedrückt bedeutet dies, dass sie bindungsscheu sind. Wenn die Dinge schon früh zu ernst oder zu intensiv werden, machen sie Schluss. Dann, nachdem ihre anfängliche Angst nachgelassen hat, entscheiden sie, dass es sicher ist, das Wasser noch einmal zu testen. „Es spricht wirklich für eine kulturelle Normalisierung von Selbstaufgabe und Vermeidung für beide Beteiligten“, fügt Logan hinzu.

Zu diesem Zweck unterstützt Dr. Wendy Walsh die Theorie der vermeidenden Bindung: „Submariner sehnen sich oft nach Intimität, haben aber Angst vor der damit verbundenen Verletzlichkeit“, sagt sie. Sie merkt aber auch an: „Evolutionär gesehen ist es eine sehr verbreitete Paarungsstrategie bei Menschen, ‚Ersatzpartner‘ zu haben.“ Dies erklärt, warum das „Führen eines Dienstplans“ in der modernen Dating-Kultur verankert ist: „Heutzutage gibt es so viel Sex, dass Männer sich nicht auf eine einzige Frau festlegen müssen“, stellt Walsh fest. „Sie spielen das Chancenspiel, indem sie viele Ersatzkameraden behalten.“ Auf einem Markt, in dem jeder um Aufmerksamkeit wetteifert, nutzen U-Boot-Fahrer diese Dynamik aus und testen, wer in ihrer Umlaufbahn bleibt, ohne dass sie sich dafür wirklich anstrengen müssen. „Ein U-Boot-Fahrer möchte jemanden in den Hintergrund drängen, damit er sich später um ihn kümmern kann, wenn er sich einsam fühlt“, sagt Walsh. In diesem Sinne geht es beim Submarining weniger um echtes Interesse daran, Dinge wieder aufleben zu lassen, als vielmehr darum, zu testen, ob man in ihrem „lockeren Verbund von Verbindungen“ noch eine Option ist.

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Und natürlich spielen auch neurologische Faktoren eine Rolle. Laut Dr. Nobile können die emotionalen Höhen und Tiefen, die durch immer wiederkehrende Interaktionen ausgelöst werden, das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren. Für den Submariner kann dies zu einem suchtähnlichen Verlangen nach einem Gefühl der Verschmelzung führen, das mit der Wiedervereinigung einhergeht. „Die emotionalen Höhen und Tiefen dieser Beziehungen können das Belohnungssystem stimulieren und den Einzelnen süchtig machen nach dem Gefühl der Verschmelzung, das mit der Wiedervereinigung einhergeht“, erklärt sie. Kurz gesagt, es ist der Grund, warum sich besagter U-Boot-Fahrer möglicherweise wieder zu der Verbindung hingezogen fühlt – auch wenn er nicht wirklich die Absicht hat, eine dauerhafte Bindung einzugehen.